Über den Sport in Schkeuditz
2003 erschien der erste Teil dieser Betrachtung „Über den Sport in Schkeuditz von den Anfängen bis 1944“.
Im zweiten Teil soll es, wie damals angekündigt, um die Zeit von 1945 bis 1990 gehen. Dabei sollen alle Sportarten behandelt werden.
Besonders wichtig erschien es mir, diesen zweiten Teil noch im Jahr 2011 herauszugeben, denn am 18. März jährte sich zum 150. Mal das Ereignis, dass in der „Goldenen Sonne“ am Markt der „Turnerbund Schkeuditz“ als erste organisierte Sporteinheit gegründet wurde und damit der organisierte Sport in Schkeuditz begann.
Ob es mir gelungen ist, wirklich alle Sportarten, die im genannten Zeitraum organisiert betrieben wurden, zu erfassen, das sei dahingestellt. Durchaus kann diese oder jene Sektion der Betriebssportgemeinschaften, die in der Schkeuditzer Kernstadt bestand, keine Beachtung gefunden haben. Allerdings sollte die Absicht erfüllt sein, dass die Sportarten, die über einen längeren Zeitraum bestanden, auch Gegenstand dieser Betrachtung geworden sind.
Der lange Weg zur Rentengerechtigkeit
Zur Geschichte der Überleitung der ostdeutschen Rentenansprüche in das bundesdeutsche Rentensystem
Wolfgang Konschel
ISBN 978-3-89819-365-8, 180 Seiten, Art.Nr. 4365
– Enteignungen und Ungerechtigkeiten bei in der DDR rechtmäßig erworbenen Rentenansprüchen.
Der 20. Jahrestag der Gründung der Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde e.V. (GBM) und damit auch 20 Jahre Kampf um Rentengerechtigkeit sind Anlass, diese Ausarbeitung der interessierten Öffentlichkeit vorzulegen. Sicherlich werden Mitglieder der GBM, aber auch andere, die in dieser oder jener Weise an diesem Kampf teilgenommen oder von Erfolgen persönlichen Nutzen hatten, rückblickend noch einmal verfolgen wollen, wie er denn war, dieser lange Weg zur Rentengerechtigkeit.
Für die Sozialgeschichte soll diese Ausarbeitung ein Material sein, mit dem nachgezeichnet wird, wie die Überführung der Renten und Rentenansprüche tatsächlich verlief. Die Verletzung von Menschen und Bürgerrechten in Ostdeutschland ist damit die politische Grundlage dieser Ausarbeitung. Der Entzug von eindeutig nachzuweisenden Rentenansprüchen ist eine Begrenzung von Freiheitsrechten und somit eine Verletzung der Charta der Menschenrechte vom 10. Dezember 1948 und vieler ihr folgenden, von der Bundesrepublik ratifizierten UNOKonventionen und internationaler und europäischer Menschenrechtsabkommen.
Der Teufel von Eichstätt
In der Diözese Eichstätt sind finstere Gestalten zu Werke. Kommissar Bittl und Kommissar Meier ermitteln als Team gegen ein Syndikat.
Als jedoch eine junge Frau gekreuzigt auf dem Figurenfeld gefunden wird, geht es um mehr als nur ungeklärte Diebstähle.
Zufällig kreuzt der Psychologiestudent Malcolm Barcley mit seiner Hündin Asta deren Wege und wird ungewollt zum Drittermittler.
Bildung Pädagogik Gesellschaft
gestern – heute – morgen
Horst Weiß / Günter Wilms (Hrsg.)
ISBN 978-3-89819-369-6
360 Seiten
Art.Nr. 4369
Im November 2010 endete eine Veranstaltungsreihe, die unter dem Namen Berlin-Brandenburger Forum „Schule, Pädagogik, Gesellschaft“ Geschichte geschrieben hat. Seit Juni 1991 waren hier Monat um Monat Pädagoginnen und Pädagogen unterschiedlicher erziehungswissenschaftlicher und berufspraktischer Provenienz zusammengekommen,um in freiem Gedankenaustausch Fragen von Erziehung, Schule und Pädagogik in Vergangenheit und Gegenwart kritisch zu reflektieren und über vernünftige Wege aus der Bildungskrise nach der
„Wende“ zu beraten. Entstanden aus der Not der Situation, in die Schule und Erziehungswissenschaften nach dem Ende der DDR geraten waren, sowie aus dem Bedürfnis nach Selbstbesinnung und -befragung, entwickelte sich alsbald eine spezifische Form wissenschaftlicher Kommunikation und Kultur. Es entstand eine Kolloquiumsreihe, die zu vielen Fragen und Widersprüchen des nach 1990 etablierten Bildungswesens durchaus etwas zu sagen hatte, nicht zuletzt wegen ihres Beharrens auf Problemen, die in den herrschenden Diskursen über Schule und Pädagogik kaum noch Beachtung fanden.
201 Kolloquien, das bedeutete 201mal Nachdenken über Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Bildungspolitik, Erziehung, Bildung und
Pädagogik in Deutschland. Zahlreiche der erörterten Themen haben ihre Relevanz keineswegs verloren, zum einen, weil sie kritisch-konstruktiv zur Aufarbeitung des Bildungs- und Erziehungssystems der DDR beizutragen vermochten, zum anderen, weil sie aus der Erfahrung zweier Systeme pädagogisches Wissen in gegenwärtige Diskurse über notwendige Bildungsreformen in Deutschland einzubringen versuchten. Vor diesem Hintergrund entwickelte sich die Idee, im Nachhinein zumindest einige aus dem breiten Spektrum der Diskussionsthemen erneut aufzugreifen, aus heutiger, möglicherweise weiterentwickelter Sicht darzustellen und in einem Sammelband zu veröffentlichen.
Ökonomiedebatten in der DDR
Für mich ist dies ein Erinnerungsbuch. Ich schreibe es aber nicht nur in der Hoffnung, dass ich mich mit einigem Vergnügen in vergangene streitbare Zeiten werde zurückversetzen können.
In der Hauptsache schreibe ich es natürlich für den Leser. Der Streit der DDR-Ökonomen, an dem ich mich beteiligte, betraf den Großteil der wirtschaftlichen Probleme in der DDR. Deshalb wird der Leser dieser Schrift viel erfahren über Zustände, Entwicklungen der DDR-Wirtschaft, Ursachen ihres Aufstiegs, ihrer Stagnation und ihres Niedergangs. Und es werden Folgerungen erkennbar, von denen nicht wenige ihre Bedeutung nicht verloren haben.
Völkermord statt Holocaust
Jude und Judenbild im Literaturunterricht der DDR
Matthias Krauß
ISBN 978-3-935530-89-7
224 Seiten
Art.Nr. 1389
War die DDR antisemitisch? Hat ihre Schule vierzig Jahre lang den Holocaust verschwiegen? War tatsächlich allein der kommunistische Widerstand Gegenstand des Schulunterrichts? Oder war nicht doch alles ganz anders und vor allem: viel komplizierter? Matthias Krauß hat sich einem scheinbar erledigten, scheinbar abgetanen Sachverhalt zugewandt. Das geschichtliche Urteil steht – vorläufig jedenfalls – fest: Und kein Zweifel: Judentum als solches wurde in der DDR-Schule praktisch nie auf die Tagesordnung gesetzt. Genauso wenig übrigens wie Christentum als solches oder Islam als solcher. Kein Zweifel auch daran, dass es den Begriff
Holocaust in der DDR-Schule offiziell niemals gegeben hat. Doch wurde deswegen das Thema der rassisch motivierten NS-Verfolgung im Literaturunterricht ausgeblendet? Zu diesem Thema gibt es noch unendlich mehr zu sagen. Verblüfft nimmt man zur Kenntnis, in welch hohem Maße jüdische Schriftsteller den Lehrplan der DDR-Schule bestimmt hatten und in welcher
Ausführlichkeit in den pflichtgemäß behandelten Büchern, Prosatexten, Gedichten und Dramen auf die Judenverfolgung eingegangen worden ist. Ein Fazit des Autors: Wenn Defizite
vorhanden waren – den Werken, die für die Deutschstunde ausgewählt worden waren, können sie jedenfalls nicht angelastet werden. Das Buch wendet sich zum einen an Ostdeutsche, will ihnen eine Wiederbegegnung mit jenen interessanten Themen ermöglichen, denen seinerzeit unter dem Diktat der Schulpflicht und des Einheitslehrplans die Schülerinnen und Schüler nicht entgehen konnten. Und dieses Buch wendet sich zum anderen an westdeutsche Leser, lädt zur Überprüfung von Vorurteilen ein und konfrontiert sie mit einer literarischen Welt, von deren Existenz sie höchstwahrscheinlich bislang nichts geahnt haben.
Lebendige DDR
Sie haben in der Deutschen Demokratischen Republik gelebt, für sie gearbeitet, sie weltweit vertreten. Die rund 70 Autoren dieses Buches wissen von den Schwierigkeiten des sozialistischen Aufbaus, freuten sich über Erfolge und haben Fehler und Schwächen schmerzlich empfunden. Ihnen geht es „weder um Verherrlichung noch um Verdammung, sondern um die geschichtliche Wahrheit“.
Mit ihren – sehr verschiedenartigen – Texten verdeutlichen die Schreiber, dass sie der Schublade entgehen wollen, in die selbstbewusste, auf ihre Biografie nicht verzichten wollende Bürger der DDR von zeitgeistigen „Historikern“, Politikern, Medien versenkt werden sollen.
„Da waren keine ‚Nur-Guten‘ und keine ‚Nur-Bösen‘. Es waren da Menschen, die alle das gemeinsame Ziel hatten. Sie waren alle in einem gesellschaftlichen Gefüge, das neue Wege ging, die noch keiner in Deutschland gegangen war, in einem Gefüge, das angefeindet wurde und sich wehren musste, das behindert wurde und sich bescheiden musste, das seinen trotzigen Stolz selbst dort zu zeigen wünschte, wo ‚kleinere Brötchen’ gebacken werden mussten.“
„Halten wir unsere DDR-Geschichte lebendig und erlauben wir keinem, sie unter Kübeln von Unwahrheiten zu beerdigen! Das ist kein Verdrängen, und unsere eigenen Fehler sehen wir keinesfalls mit der rosa-roten Brille. Geschehenes Unrecht verurteilen die Menschen ohne Zaudern. Sie wollen es aber nicht täglich aufs Brot geschmiert bekommen, denn unsere Geschichte war mehr, viel mehr. Sie darzustellen ist wichtig, damit sie nicht verdrängt wird.“
Viele Fotos, Dokumente und Grafiken bekräftigen die textlichen Aussagen. „Es geht um eine sachliche, kritische und konstruktive Analyse unserer erlebten Vergangenheit. Nur so können historische Ereignisse in das Gegenwartsverständnis eingehen und sich daraus Handlungsorientierungen ergeben.“
Ein geheimes Leben
Die Dienste überall in der Welt sind in der Rolle des unbequemen Mahners, dessen Meinungen und Warnungen zwar gefordert sind, ihm aber auch auf die Füße fallen können,wenn sie nicht den Erwartungen des Auftraggebers entsprechen. Das zumindest verbindet sie "brüderlich"-über alle Grenzen hinweg...
Dieser Roman ist eine fiktive Rückschau auf das Leben des Autors und seine Tätigkeit für den gefürchteten sowjetischen Geheimdienst KGB. Er illustriert, was hinter den Kulissen seit langem geflüstert wird: Der Krieg der Dienste ist eine Art Bruderkrieg, der zwar manchmal mit brutalen Methoden geführt wird, aber, wenn es opportun ist und geheim bleibt, auch kollegial zugeht.
Ganz nebenbei beschreibt er, wie der sozialistische Internationalismus von der Sowjetunion benutzt wurde, um unliebsame politische Entwicklungen unter Kontrolle zu halten. Das traf besonders auf die DDR zu.
Gedanken zur zukünftigen gesellschaftlichen Entwicklung
Heinz Wachowitz
mit Beiträgen von Achim Dippe Karl Hartmann Bernd Preußer
ISBN 978-3-89819-367-2
Art.Nr. 4367
Dass die gesellschaftlichen Verhältnisse auf der Erde nicht so bleiben können und auch nicht so bleiben werden, wie sie gegenwärtig sind – diese Ansicht wird von vielen Menschen geteilt. Wenn es aber darum geht, wie denn diese Verhältnisse zukünftig aussehen sollen und auf welchem Weg man sie „antreiben“, also gestalten kann, da gehen die Ansichten weit auseinander. Allgemeine Prinzipien, von den heute schon klassischen Forderungen nach Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit aus der französischen Revolution von 1789 bis zu „Grundwerten“ wie Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität in aktuellen Parteiprogrammen durchaus unterschiedlicher politischer Richtung, sind ja weitgehend unumstritten. Aber welchen konkreten Inhalt diese Forderungen haben, wie eine solche Gesellschaft denn aussehen könnte, wie man zu einer solchen Gesellschaft kommen kann, das bedarf doch noch vieler Überlegungen und Diskussionen. Die gesellschaftliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte hat diese Debatte verstärkt. Der Einführungstext dieses Sammelbandes ist von Heinz Wachowitz verfasst, die anderen Autoren beziehen sich auf diesen Text in unterschiedlicher Weise – zustimmend, ergänzend, mit alternativen Überlegungen und auch mit kontroversen Positionen.
Deshalb betrachten wir dieses Werk als eine Streitschrift. Es ist zum einen ein – hoffentlich produktiver – Streit zwischen den Autoren über die Ziele und Wege der Veränderung der Gesellschaft. Vor allem aber legen wir hier eine Streitschrift in dem Sinne vor, dass die Autoren – bei allen unterschiedlichen Nuancen in ihren theoretischen Auffassungen - doch eines gemeinsam haben: sie stehen auf den Schultern von Marx und Engels und verteidigen ihre Gesellschaftslehre gegen Angriffe, die darauf abzielen, angesichts des Scheiterns der frühsozialistischen Versuche eine von Ausbeutung freie Gesellschaftsform zu errichten, gleich die gesamte Idee und die Ideale des Sozialismus in den Orkus der Geschichte zu verbannen.
Die DDR und das Franco-Regime
Außenpolitik zwischen Ideologie und Pragmatismus
Tim Haberstroh
ISBN 978-3-935530-90-3
104 Seiten
Art.Nr. 1390
1973: Die DDR ist der erste sozialistische Staat in Europa, der diplomatische Beziehungen zu Franco-Spanien aufnimmt. Sechs Jahre zuvor war das Zentralkomitee der SED noch der Ansicht, dass aufgrund des „faschistischen Charakters des spanischen Staates“ Abstand von ihm zu halten sei. Stattdessen unterstützte die DDR massiv die spanische Opposition. Welche Motive stehen hinter diesem Wandel? Tim Haberstroh zeichnet in seiner quellenfundierten Studie die Entwicklung der Beziehungen im Kontext des Kalten Krieges nach und untersucht anhand von Originaldokumenten die Entscheidungen der DDR-Führung zwischen 1949 und 1975. So werden Facetten einer bislang in der Forschung vernachlässigten Beziehung deutlich, die die Paradoxie realsozialistischer Außenpolitik offenbart.
Dipl.-Pol. Tim Haberstroh, geb. 1983 in Berlin, studierte an der Universität Potsdam. Seit 2011 stellv. Büroleiter der außenpolitischen Fachzeitschrift WeltTrends.
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